Kapelle Lindloh

Küsterin:
Adelheid Fehrmann, Tel. 05934-414

In der Kapelle findet traditionell jedes Jahr am Schützenfestmontag die Schützenmesse statt.

Geschichte der Kapelle

Dieses Gebäude wurde 1876 im neugotischen Stil nach einem Entwurf des Meppener Maurermeisters Demann errichtet und ist bereits das dritte Schulhaus in der Moorkolonie Lindloh.

Von 1795 - also sieben Jahre nach der Gründung der Kolonie – bis etwa 1830 diente eine Erdhütte als erstes Schullokal, danach - so der Lindloher Heimatschriftsteller Hermann Gröninger – wurde für mehr als 40 Jahre ein zugiges Fachwerkgebäude zu Unterrichtszwecken hergerichtet. „Die Kinder verstopften die Ritzen mit Papier, denn die Kälte war bisweilen unerträglich, zumal der Fußboden aus Ziegelsteinen bestand.“

1876 nun wurde hier ein 12,60 Meter langer und über 8 Meter breiter Ziegelrohbau errichtet, mit 38 Zentimeter dickem Massivmauerwerk.

1911 hatten wir einen Lehrer und zeitweise bis zu 120 Schüler, das Gebäude war halb so groß wie jetzt. Der Lehrer war auch Bauer mit Plaatze und Vieh. Wenn Heuernte war, mussten die Kinder ihm helfen. Die Ernte hatte Vorrang.

1925 wurde dieses Gebäude auf die jetzige Größe erweitert. Es wurde ein Kapellenraum erbaut. Auffallend sind die neugotischen Spitzbögen in den Giebelansichten sowie der Glockenturmaufsatz mit Kreuz auf der straßenseitigen Giebelspitze.

So assoziiert der Betrachter nicht nur schulische, sondern auch kirchliche Funktionen. Schon die Architektur und nicht nur die spätere Nutzung als Gottesdienstraum haben also dazu geführt, dass sich im Laufe der Zeit mehr und mehr die Bezeichnung „Lindloher Kapellenschule“ einbürgerte.

1956 wurde der Raum aufgeteilt. Zeitweilig hatten wir zwei Lehrer, oder ältere Schüler mussten die jüngeren unterrichten.

Am 01.02.1971 wurde der Schulunterricht aufgegeben. Durch die Schulreform ging auch die Funktion als Mittelpunkt des Dorfes verloren. Viele Schulen wurden in dieser Zeit im Emsland abgerissen.

Unsere Kapellenschule wurde von der Stadt Haren an den Nachbar verkauft. Dieser benutzte die Schule als Maschinenunterstellraum.

1991 kaufte die Stadt Haren die Kapellenschule zurück und sie wurde im Rahmen der Dorferneuerung von außen renoviert. Es wurde genau darauf geachtet, dass die Schule wieder im Neugotischen Stil renoviert wurde. Im Innenraum wurde in Eigenleistung renoviert. Finanziert wurden diese Arbeiten durch kleine und große Spenden.

Auch unsere Glocke kam wieder in Funktion (Sie war vorher in der „alten Kapelle“, gebaut 1946)

1994 wurde diese Kapelle fertiggestellt.

Seitdem finden hier verschiedene Gottesdienste sowie Hochzeitsmessen statt.

Quellen: Heimatschriftsteller Hermann Gröninger, Meppener Tagespost
Verfasser des Textes: Schriftführer Kapellenverein Lindloh A. Arling
 

Fotos der Kapelle Lindloh

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